Datenschutz und Technologieberatung | dtb Kassel

Beratung - Sachverständige für Betriebsräte und Personalräte

Wir haben im Juni 2007 nach erfolgter Prüfung von der TÜV NORD-Akademie das Zertifikat
DSB-TÜV®-A39-260349-2007 für die Beratung zur Datenschutzorganisation und IT-Sicherheit erhalten.

Das Büro für Datenschutz- und Technologieberatung unterstützt alle Verantwortlichen im Unternehmen, die mit komplexen computerunterstützten Systemen den sozialen und wirtschaftlichen Wandel gestalten: Betriebs- und Personalräte, Datenschutzbeauftragte, Führungskräfte und Projektleiter.

Die Datenschutz- und Technologieberatung berät Betriebsräte und Personalräte als Sachverständige bei der Einführung neuer Technologien, Anwendungen und bei der Sicherung des Arbeitnehmerdatenschutzes sowie bei der Technikfolgenabschätzung wie z. B. Entgrenzung der Arbeit, medialer Überforderung.

Wir beraten seit 1999 bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung des sozialverträglichen und ökonomischen Technikeinsatzes und dazu passender innovativer Datenschutzkonzepte.

Der Datenschutz gewinnt durch gesetzliche Regelungen und technische Änderungen zunehmend an Bedeutung. Informations-verarbeitung ist für Unternehmen von existenzieller Bedeutung und Risiken liegen nicht nur in den Schwachstellen der Technik.
Sie liegen vor allem auch in den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen bei der Einführung und dem Betrieb von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Die Geschwindigkeit und Fülle der sich ständig ändernden rechtlichen, technischen, und organisatorischen Rahmenbedingungen erfordert permanentes Handeln und Expertenwissen für rasche und praxisorientierte Lösungen.
Die Datenschutz- und Techno-logieberatung bietet Unterstützung und Beratung zu all diesen Fragen und Problemstellungen
– so gelingt die gesetzlich geforderte Umsetzung des Datenschutzes.

Angebote

  • Auditieren von SAP-Systemen
  • Check-Up der vorhandenen Datenschutzorganisationen
  • Vorabkontrolle nach Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
  • Erstellung von Datenschutzkonzepten
  • Entwicklung spezifischer Codes of Conduct
  • Organisation des Datenaustausches mit ausländischen Partnern
  • Datenschutz-Auditing
  • Übernahme externer Datenschutzmandate
  • Inhouse-Schulungen
  • Workshops zur Datenschutzorganisation (BDSG)
  • Betriebsbezogene Beratung als Sachverständiger (nach BetrVG)
  • Seminare für Interessenvertreter, Betriebsbeauftragte und Führungskräfte
  • Erstellen von Gutachten
  • Moderationstätigkeit
  • Erstellen und Aushandeln von Betriebs- und Dienstvereinbarungen
  • Beisitzer in Einigungsstellen

Datenschutzaudit: Freie Sicht auf die SAP-Personaldatenverarbeitung

Der Betriebsrat hat „darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen, Unfall- verhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen durchgeführt werden“, so will es das Betriebsverfassungsgesetz. Aber wie macht der Betriebsrat das?

Am besten direkt am System, zusammen mit einem zertifizierten Berater für SAP-Software. Unsere Dozenten für Datenschutz und IT-Sicherheit auditieren seit Jahren im Auftrag von Betriebsräten die SAP-Personaldatenverarbeitung. Dabei stellen wir fest, dass vielerorts Korrekturen notwendig sind, denn Art und Ausmaß der Datenverarbeitung sind oft unverhältnismäßig groß, so dass die schutzwürdigen Interessen der Beschäftigten auf der Strecke bleiben.

Wir prüfen am SAP-System, ob die gesetzlichen Vorschriften und die Regelungen der Betriebsvereinbarung samt ihrer Anlagen systemseitig umgesetzt wurden und sich an den tatsächlichen Erfordernissen des Arbeitsverhältnisses orientieren.

Technologieberatung – Sachverständigentätigkeit für den Betriebsrat nach § 80 (3) BetrVG

Welche Themen gibt es in der Beratung der Datenschutz- und Technologienberatung?

Gerade Systeme oder Basistechnologien, die auch Arbeitsprozesse verändern, sind in der Regelung einer Betriebsvereinbarung sehr komplex. Einige Beispiele aus unserer Beratungspraxis:

  • Betriebsvereinbarungen zu SAP® und den unterschiedlichen Modulen inkl. Kontrolle der Vereinbarung und Auditierungen.

  • Rahmen-Betriebsvereinbarungen zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) – hier können sowohl die Mitbestimmung, die Verhandlungen zu solchen Systemen, der Datenschutz als auch der Ausschluss von Leistungs- und Verhaltenskontrolle sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter geregelt werden.

  • Personalinformationssysteme: Zunehmend werden Personalinformationssysteme (PIS) in die Cloud ausgelagert, wie z. B. Success Factors, Workday, Oracle, Loga und andere. Diese Systeme sollen die Verwaltung der Belegschaft vereinfachen. Personalinformationssysteme bieleten Lösungen, um die Personalauswahl zu automatisieren sowie Zielvereinbarungsprozesse zu erleichtern. Die Hinterlegung der Ziele und der Leistungsumsetzung in diesen Systemen kann die Beschäftigten über Standorte und Länder vergleichbar machen. Hierzu sind umfangreiche Regelungen notwendig.

  • Soziale Netzwerke – Plattform MS SharePoint® - neben der Regelung des reinen Systems, gilt es hier einen vernünftigen Umgang mit den vielen Daten der Mitarbeiter, den veränderten Arbeitsprozessen (Stichworte: Wiki, Blog, Zusammenarbeitsräume etc.) zu finden und in einer Betriebsvereinbarung zu regeln.

  • Cloud Computing (Bring Your Own Device): Neben Datenschutzfragen stehen hier Regelungen der Verantwortung beim Einsatz privater Hardware im Hinblick auf Sicherheit, Verfügbarkeit etc. sowie auf die Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Fokus.

  • Office 365 - die Cloud-Lösung von Microsoft für die Standard-Anwendungen Word, Excel und PowerPoint wird von immer mehr Unternehmen gebucht und eingeführt. Doch es bleibt bei der Bestellung nicht bei diesen drei Anwendungen. Mit der Office-365-Wolke kommen viele Anwendungen für soziale Netze, virtuelle Zusammenarbeit und Kommunikation, die so eigentlich nicht eingeführt werden sollten. Jetzt sind sie aber da und nun nutzt man sie auch. Nun gilt es, die virtuelle Kooperation und Zusammenarbeit in sozialen Netzen zu regeln.

  • Moderne Telefonanlagen (Unified Communications) – die Vernetzung unterschiedlicher Kommunikationswege (Telefon, Mail, Schriftstücke, Blog etc.) in einer Anzeige und Software bedingt die Vereinbarung, wie die Medien zugeroutet werden und wie insbesondere mit den erweiterten Statusanzeigen (bin erreichbar, nicht etc.) solcher Lösungen im Sinne des Schutzes vor Leistungs- und Verhaltenskontrolle umgegangen werden soll.

  • Videoüberwachung und Zutrittskontrolle: Was ist bei einer Videoüberwachung durch den Arbeitgeber erlaubt und was nicht? Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Beratung zu Video- und Zutrittskontroll-Systemen können wir auf vielerlei Lösungsansätze zurückgreifen.

  • Weitere IT-Anwendungen wie z. B.:
    • Zeiterfassungssysteme
    • Kundenbindungssysteme (CRM-Systeme)
    • Dienstplan-Systeme
    • Lern-Management-Systeme (LMS) und E-Learning
    • Personalbewertungssysteme

Wirtschaftliche Sachverständigentätigkeit für den Betriebsrat nach § 80 (3) BetrVG

Wirtschaftliche Fragestellungen rücken in der zunehmend internationaleren Unternehmens- und Konzernwelt immer stärker in den Fokus. Viele Mitbestimmungsthemen sollten durch wirtschaftliche Zahlen, Daten und Fakten begleitet werden. Dem Wirtschaftsausschuss kommt daher eine wichtige Aufgabe bei der Besorgung und Interpretation der Daten zu.

Die dtb Kassel bietet sowohl Seminare als auch eine Beratung zu wirtschaftlichen Themenstellungen im Betriebsrat an. Unsere Sachverständigen haben ein wirtschaftliches Studium und Erfahrungen aus dem Controlling sowie der Unternehmenssteuerung, um Betriebsräte bei ihrer Arbeit im Wirtschaftsausschuss zu begleiten.

Welche Vorteile hat der Betriebsrat beim Hinzuziehen eines Sachverständigen?

Entscheidender Vorteil einer Beratung durch die Sachverständigen der Datenschutz- und Technologienberatung ist deren Erfahrung und Sachkenntnis. Ziel ist es, die unterschiedlichen, oft auseinanderstrebenden Interessen von Arbeitgeber und Betriebsrat unter einen Hut zu bringen. Zugeschnitten auf die konkrete Situation in der sich Unternehmen und Beschäftigte befinden, werden durch unsere Erfahrungen und Kenntnis unterschiedlicher Lösungsmöglichkeiten bestehende Konflikte entschärft und es kommt zu einer zügigen Verhandlungslösung.

Was ist ein Sachverständiger im Sinne von § 80 Abs. 3 BetrVG?

§ 80 BetrVG Abs. 3:
„Der Betriebsrat kann bei der Durchführung seiner Aufgaben nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber Sachverständige hinzuziehen, soweit dies zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich ist. Für die Geheimhaltungspflicht der Sachverständigen gilt § 79 entsprechend.“

Beispiel:
Wenn ein neues EDV-System im Betrieb eingeführt wird, kann es erforderlich sein, über eine Regelung bezüglich von Leistungs- oder Verhaltenskontrolle gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu verhandeln. Damit ist auch die für die Hinzuziehung eines Sachverständigen notwendig erforderliche Mitbestimmung des Betriebsrats gegeben.

Wie ist es mit den Kosten?

Wenn ein Sachverständiger nach § 80 Abs. 3 BetrVG erforderlich ist, trägt der Arbeitgeber nach § 40 Abs. 1 BetrVG die Kosten

Was muss der Betriebsrat tun?

Der Betriebsrat fasst einen Beschluss für die Hinzuziehung externen Sachverstands. Eine Vorlage könnt Ihr Euch hier herunterladen.

Wenn Ihr noch Fragen zu unserer Tätigkeit oder zur Bestellung von Sachverständigen habt, dann sprecht uns an.
Unser Team steht Euch zur Verfügung.

Zudem verfügen wir über ein großes Kooperationsnetzwerk von Fachleuten, so dass die Betriebsräte immer das Fachwissen bekommt, was im konkreten Fall benötigt wird – ohne neuen Beschluss.

Hier könnt Ihr mit uns Kontakt aufnehmen.


Quelle: Datenschutz und Technologieberatung | dtb Kassel - http://www.dtb-kassel.de
Druckdatum: 21.08.2017