Datenschutz-News

Datenschutz und Sicherheit: Auch Mitarbeitende sind gefordert

datenschutz.de - Der Datenschutzbeauftragte präsentierte am Hauptsitz des ZVV die Kampagne „Handy Boxenstopp“. Mit der Sensibilisierungskampagne fördert er das Bewusstsein für die individuelle Verantwortung für die Informationssicherheit und den Schutz der Privatsphäre bei den Mitarbeitenden der öffentlichen Organe. „Die Sicherheit eines Systems hängt vom Verhalten der einzelnen Personen ab“, sagte der Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl. Medienschaffende konnten mitverfolgen, wie Studierende, die als Beraterinnen und Berater arbeiten, Ratsuchende am persönlichen Gerät bei der Einstellung der Sicherheitsvorkehrungen unterstützen. „Alle bearbeiten heute Personendaten und tragen dafür privat und beruflich Verantwortung“, so Baeriswyl.

Automatische Sprachassistenzsysteme – Klare Schritte zur Umsetzung datenschutzrechtlicher Vorgaben durch Google sowie andere Anbieter gefordert

datenschutz.de - Nach Medienberichten zur Praxis des Transkribierens von Sprachaufnahmen durch den Google Assistant und der Ankündigung von Google, diese Praxis für mindestens drei Monate zu stoppen, hat der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) den Vertretern von Google in der letzten Woche die rechtlichen Vorgaben erläutert, die vor einer Wiederaufnahme der beanstandeten Praxis umzusetzen sind.

Datenpanne – Bußgeld bei Meldung?

datenschutz.de - Auch nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sind für die Datenverarbeitung Verantwortliche verpflichtet, der zuständigen Aufsichtsbehörde eine Meldung zu machen, wenn bei einer „Datenpanne“ ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen besteht (Art. 33 DS-GVO). Die Meldung muss unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden, nachdem die Verletzung bekannt wurde, gemeldet werden. Das funktioniert bisher recht gut.

Datenleck beim Mastercard Bonus-Programm „Priceless Specials“ – Was Betroffene jetzt tun sollten

datenschutz.de - Am 19. August 2019 wurde bekannt, dass Daten aus dem Mastercard-Bonusprogramm „Priceless Specials“ von der Plattform eines Dienstleisters abgegriffen wurden. Nach den bislang vorliegenden Informationen handelte es sich dabei um ca. 90.000 Datensätze mit Namen, Email-Adressen, Anschriften, Geburtsdaten, Telefonnummern sowie teilweise verschlüsselte Kreditkartennummern.

Automatische Kennzeichenfahndung: Datenschutzbeauftragte beanstandet mangelnde Unterstützung durch das Polizeipräsidium Brandenburg

datenschutz.de - Die brandenburgische Datenschutzbeauftragte hat heute gegenüber dem Polizeipräsidium des Landes Brandenburg eine Beanstandung ausgesprochen. Grund ist die mangelnde Unterstützung der Behörde im Rahmen einer datenschutzrechtlichen Prüfung des Systems zur automatisierten Kennzeichenfahndung (KESY) – das Polizeipräsidium verweigert der Datenschutzaufsichtsbehörde die Einsicht in gerichtliche Beschlüsse bzw. staatsanwaltschaftliche Anordnungen.

Datenschutz: Vorsorge ist besser als Nachsorge – auch ohne Abmahnwelle

datenschutz.de - Rückblende: Als die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 eingeführt wurde, reagierten viele Unternehmer mit Angst und Panik vor Datenschutz-Bußgeldern und Abmahnwellen. Dieses Schreckensszenario ist nicht eingetreten: Bußgelder für Datenschutzverstöße werden in Deutschland und in Europa mit Augenmaß verhängt, die prophezeite Abmahnwelle ist bisher ausgeblieben. Dennoch: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wer sich gut in Sachen Datenschutz aufstellt, hat nichts zu befürchten.

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Achtung: Videoüberwachung!

datenschutz.de - Videoüberwachung ist ein Dauerbrenner beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). Besonders im Sommer häufen sich die Beschwerden. Meist geht es um Kameras, die zu viel Einblick nehmen und manchmal selbst intimste Details aufzeichnen, z. B. in Toiletten- oder anderen Sanitärräumen. In solchen Extremfällen müssen aufgespürte Kameras unverzüglich abgeschaltet werden. In anderen Bereichen kann der Betreiber mit einer geeigneten Konfiguration der Kameras dafür sorgen, dass tiefe Eingriffe in die Privat- oder Intimsphäre vermieden werden.

„Gefällt mir“ – der EuGH sieht Webseiten-Betreiber und Facebook als gemeinsam verantwortlich

datenschutz.de - Mainz, 01.08.2019. Der „Gefällt-mir“-Button ist ein Social Plugin von Facebook, das Betreiber von Webseiten auf ihrer Seite zum Optimieren der Werbung für Ihre Produkte einbinden können und über das Nutzungsdaten der Seitenbesucher an Facebook übermittelt werden. Ohne weiteres Zutun der Seitenbesucher erfährt Facebook damit, wann von welcher IP-Adresse – und bei Facebook-Mitgliedern häufig von welcher Person konkret – welche Internet-Seite aufgerufen wurde.

EuGH-Urteil zu Social-Media-Plugins – Webseitenbetreiber in der Pflicht

datenschutz.de - Am Montag verkündete der Europäische Gerichtshof ein Urteil zur Frage der datenschutzkonformen Einbindung eines Facebook Like Buttons durch Webseitenbetreiber (C-40/17). Damit stellte er in konsequenter Fortführung seiner Rechtsprechung zur gemeinsamen Verantwortlichkeit für Facebook-Fanpages (C-210/16) fest, dass es auch für die Verwendung von sog. Social Plugins, wie dem Facebook Like Button, eine gemeinsame Verantwortung von Betreibenden einer Homepage und dem jeweiligen Anbieter gibt. Webseitenbetreiber können das Einholen von Einwilligungen bei Nutzerinnen und Nutzern, soweit solche geboten sind, sowie die Erfüllung von Transparenzpflichten nicht auf Facebook abschieben.